Wie viel er heute noch kostet:更改 DDR-Traktor zum Verkauf

Wie viel er heute noch kostet:更改 DDR-Traktor zum Verkauf


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Wer ihn fuhr, war auf dem Acker der König! Der Kirovets K-700A war das größte, lauteste und stärkste Arbeitstier vieler LPGs (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften). Jetzt steht einer der legendären DDR-Kolosse zum Verkauf.

215 PS, 8 Zylinder, fast 15 Liter Hubraum und mehr als 12 Tonnen Gewicht: Der Kirovets K-700A gehörte zu den beeindruckendsten Traktoren, die je auf DDR-Feldern unterwegs waren. Auf der Plattform „Technikbörse“ für gebrauchte Landmaschinen wird jetzt einer der gelben Riesen von 1987 angeboten. DDR‑Nostalgiker dürften ins Schwelgen und Schwärmen kommen.

Trekker pflügten riesige Felder

Für viele Landwirte im Osten ist der Kirovets weit mehr als nur ein alter Traktor. Er war eine rollende Machtansage. Während normale DDR-Traktoren wie der Fortschritt ZT 300 knapp 90 PS hatten, protzte der sowjetische „Kasimir“ schon damals mit 215 PS auf dem Acker. Rund 3000 dieser Riesen kamen ab Mitte der 1970er-Jahre in die DDR. Eingesetzt wurden sie vor allem in den LPGs, wo sie riesige Felder pflügten und tonnenschwere Geräte über die Äcker zogen.

Die Zahlen des Traktors auf einen Blick

Daten
Hersteller Kirovets
Modell Kirovets K 700 A
Typ Knicklenker
Motor V8‑Dieselmotor
Zylinder 8
Hubraum 15 Liter
Leistung 215 PS (158 KW)
Geschwindigkeit 30 km/h
Antrieb Allrad
Gänge 16 vorwärts, 8 rückwärts
Gewicht > 12 Tonnen

Die legendäre Landmaschine in voller Größe

Foto: tec-finder GmbH

So kam die DDR an den Traktor

Bezahlt wurde der Koloss nicht mit D-Mark, sondern im Tauschhandel des Ostblocks. Die DDR kaufte die sowjetischen Traktoren in der Regel nicht gegen harte Devisen, sondern mit Transferrubeln, einer internen Verrechnungswährung des Ostblocks. Vereinfacht gesagt: Die DDR lieferte eigene Waren an die Sowjetunion und erhielt dafür Maschinen, Rohstoffe oder eben die begehrten Kirovets-Traktoren.

Wie viel so ein Trecker heute noch kostet

Auch heute noch hat so eine Maschine einen Wert. Der Kirovets mit Baujahr 1987 soll mit 6045 Betriebsstunden 21.301 Euro kosten. Der Traktor steht in Könnern in Sachsen-Anhalt bei einem professionellen Anbieter zum Verkauf.

Schön zu sehen: Der Traktor ist ein Knicklenker

Foto: tec-finder GmbH

Diese Traktoren fuhren in Westdeutschland

Westliche Technik musste hingegen mit wertvoller D-Mark oder Dollar bezahlt werden. Deshalb war der sowjetische Kirovets die deutlich günstigere Alternative für die Landwirtschaft, als Traktoren von etwa Fendt, Claas oder Deutz aus Westdeutschland oder John Deere aus den USA. Diese Marken kamen, wenn überhaupt, in der DDR nur vereinzelt vor, zum Beispiel zu Testzwecken.

Weil die Fabrik in Leningrad den Kirovets in enormen Stückzahlen produzierte, konnten von dort Tausende exportiert werden. Die Giganten waren so wertvoll, dass sie vielerorts sogar im Zweischichtbetrieb liefen, berichtet die „Bauernzeitung“. Ein Kirovets schaffte damals fast dreimal so viel wie kleinere DDR‑Traktoren.

Heute ist der einstige LPG-Star vor allem eines: ein rollendes Stück Ost-Geschichte.



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